◎Was ist das?
Dieser Datensatz erfasst, wie viel Wasser deutsche Versorger aus Grundwasser, Quellen, Oberflächengewässern und Uferfiltrat entnehmen – und wie viele Menschen daran angeschlossen sind. Wer wissen will, woraus sein Leitungswasser stammt und wie verlässlich diese Quellen in trockenen Jahren noch sind, findet hier die Grundlage.
↗Aktuelle Entwicklung
Grundwasser dominiert die öffentliche Versorgung seit Jahren mit einem Anteil von deutlich über 60 Prozent, während Oberflächenwasser eine vergleichsweise kleine Rolle spielt. Anhaltende Trockenperioden seit 2018 haben den Druck auf Grundwasserspeicher spürbar erhöht, was sich in sinkenden Entnahmemengen einzelner Regionen niederschlägt.
⬡Politischer Kontext
Die EU-Wasserrahmenrichtlinie verpflichtet Deutschland dazu, Gewässer in einen guten ökologischen Zustand zu bringen – doch übermäßige Entnahmen gefährden dieses Ziel. Kommunen, Wasserversorger und Landesbehörden nutzen diese Daten, um Entnahmerechte zu vergeben, Engpässe frühzeitig zu erkennen und Investitionen in neue Infrastruktur zu planen.
≋Methodik & Einschränkungen
Das Statistische Bundesamt erhebt die Daten alle drei Jahre bei öffentlichen Wasserversorgungsunternehmen – private Brunnen oder industrielle Eigenentnahmen bleiben außen vor. Weil die Erhebung nur im Dreijahresrhythmus stattfindet, lassen sich kurzfristige Schwankungen, etwa durch einzelne Dürrejahre, nicht direkt ablesen.