◎Was ist das?
Dieser Datensatz misst, wie viel Wasser deutsche Wasserversorger aus der Erde und aus Oberflächengewässern holen, wie viele Menschen daran angeschlossen sind und wie viel Liter pro Kopf täglich fließen. Wer verstehen will, ob Deutschlands Trinkwasserversorgung dem Klimawandel standhält, findet hier die Grundlage.
↗Aktuelle Entwicklung
Seit den 1990er Jahren sinkt die Wasserentnahme in Deutschland trotz wachsender Bevölkerung — ein Zeichen gestiegener Effizienz in Haushalten und Industrie. Allerdings zeigen jüngere Erhebungszyklen ab 2016, dass heiße Trockensommer den Verbrauch kurzfristig nach oben treiben und den langfristigen Rückgang bremsen.
⬡Politischer Kontext
Kommunen, Länder und der Bund stützen ihre Wasserrechtsplanung und Investitionsentscheidungen direkt auf diese Daten. Die EU-Wasserrahmenrichtlinie verpflichtet Deutschland, Grundwasserkörper in einem guten mengenmäßigen Zustand zu erhalten — ob das gelingt, lässt sich ohne diese Erhebung nicht beurteilen.
≋Methodik & Einschränkungen
Das Statistische Bundesamt befragt alle drei Jahre öffentliche Wasserversorgungsunternehmen zu entnommenen Wassermengen, Anschlussquoten und Abgabemengen. Nicht erfasst wird die private Wassernutzung außerhalb des öffentlichen Netzes, etwa Eigenförderung in der Landwirtschaft.