◎Was ist das?
Dieser Datensatz erfasst, wie viel Abfall in Deutschland entsteht, in welche Kategorien er fällt und ob er recycelt, verwertet oder entsorgt wird. Wer wissen will, ob Deutschlands Kreislaufwirtschaft funktioniert oder ob Müll nur verlagert wird, findet hier die Grundlage.
↗Aktuelle Entwicklung
Die Abfallmengen in Deutschland sind seit den 2000er Jahren nicht grundsätzlich gesunken – trotz wachsender Recyclingquoten. Zwar steigt der Anteil der verwerteten Abfälle, doch das Gesamtaufkommen bleibt auf hohem Niveau, was zeigt, dass Vermeidung hinter Verwertung zurückbleibt.
⬡Politischer Kontext
Die EU-Kreislaufwirtschaftsstrategie und das deutsche Kreislaufwirtschaftsgesetz schreiben konkrete Recyclingziele vor, etwa 65 Prozent Recyclingquote für Siedlungsabfälle bis 2035. Diese Daten liefern die Messbasis dafür, ob Deutschland diese Ziele erreicht oder verfehlt – und welche Branchen besonders viel Abfall produzieren.
≋Methodik & Einschränkungen
Gemessen werden alle bei registrierten Entsorgungsanlagen eingehenden Abfallmengen, zusammengefasst nach dem europäischen Abfallkatalog und dem Bruttomengenprinzip ab 2006. Eine Einschränkung: Als Berechnungsmodell bildet die Abfallbilanz nicht jede illegale Entsorgung oder jeden informellen Stoffstrom ab.