◎Was ist das?
Dieser Datensatz erfasst, wie viel Geld der deutsche Staat durch Steuern auf Energie, Kraftstoffe und andere umweltbelastende Produkte einnimmt. Wer Strom verbraucht, tankt oder fliegt, zahlt diese Steuern — oft ohne es zu merken. Die Höhe dieser Einnahmen zeigt, wie stark der Staat Umweltkosten in den Alltag einpreist.
↗Aktuelle Entwicklung
Die Einnahmen aus umweltbezogenen Steuern sind in Deutschland über die vergangenen Jahrzehnte insgesamt gestiegen, getrieben vor allem durch Energie- und Stromsteuer. Seit der Einführung des EU-Emissionshandels fließen zusätzlich Milliarden aus der Versteigerung von CO₂-Zertifikaten in die Staatskasse — ein Posten, der mit steigendem CO₂-Preis weiter wächst. Kurzfristige Rückgänge, etwa durch gesunkenen Energieverbrauch oder politische Entlastungsmaßnahmen wie die Energiepreisbremsen 2022, können die Kurve jedoch vorübergehend dämpfen.
⬡Politischer Kontext
Die EU-Taxonomie und der europäische Green Deal setzen voraus, dass Mitgliedstaaten Umweltkosten konsequent in Preise einbauen — Umweltsteuern sind dafür ein zentrales Instrument. In Deutschland entscheidet der Bundestag, ob Einnahmen aus dem CO₂-Preis etwa in den Klimafonds fließen oder den Haushalt entlasten. Die Daten des Statistischen Bundesamts bilden die Grundlage für diese Verteilungsdebatte.
≋Methodik & Einschränkungen
Gemessen werden die staatlichen Einnahmen aus gesetzlich definierten Umweltsteuern — darunter Energie-, Strom- und Kfz-Steuer — sowie Erlöse aus der Versteigerung von Emissionszertifikaten im EU-Emissionshandel. Der Datensatz bildet ab, wie viel der Staat einnimmt, nicht wie viel dadurch tatsächlich an Emissionen oder Ressourcenverbrauch eingespart wird.