◎Was ist das?
Dieser Datensatz erfasst, wie viel Rohstoff Deutschland aus der Natur entnimmt, importiert, exportiert und als Abfall oder Schadstoffe wieder abgibt – alles gemessen in Gewicht. Wer verstehen will, ob die Wirtschaft wirklich ressourcenschonender wird oder ob Deutschland seinen Verbrauch einfach ins Ausland verlagert, findet hier die Grundlage.
↗Aktuelle Entwicklung
Der inländische Rohstoffabbau ist seit den 1990er Jahren spürbar zurückgegangen, vor allem weil weniger Braunkohle gefördert und weniger Baumaterial abgebaut wird. Gleichzeitig blieben die Importe hoch, was bedeutet: Deutschland entlastet seine eigene Umwelt, schiebt den Materialverbrauch aber teilweise auf andere Länder ab.
⬡Politischer Kontext
Die EU-Kreislaufwirtschaftsstrategie und das deutsche Ressourceneffizienzprogramm ProgRess setzen konkrete Ziele, den Materialverbrauch pro Kopf deutlich zu senken. Dieser Datensatz liefert die Messgröße, an der Fortschritt oder Scheitern dieser Ziele abgelesen werden – und er zeigt, ob politische Maßnahmen wie CO₂-Bepreisung oder Lieferkettengesetze messbare Wirkung entfalten.
≋Methodik & Einschränkungen
Gemessen wird das physische Gewicht aller Materialflüsse in Tausend Tonnen; Wasser und Luftgase bleiben weitgehend ausgeklammert, weil ihre Mengen alle anderen Größen überdecken würden. Der Datensatz bildet keine wirtschaftsinterne Verarbeitung ab – er zeigt also nicht, wie ein Rohstoff innerhalb Deutschlands die Produktionskette durchläuft, sondern nur, was an den Grenzen zwischen Natur, Wirtschaft und Ausland fließt.