◎Was ist das?
Dieser Datensatz zeigt, wie viel Energie einzelne Wirtschaftsbereiche in Deutschland tatsächlich verbrauchen – von der Stahlindustrie bis zu privaten Haushalten. Wer verstehen will, wo Deutschland beim Klimaschutz ansetzen muss, findet hier die Grundlage: Nicht der Strom aus der Steckdose zählt, sondern der gesamte Energieeinsatz entlang der Produktion.
↗Aktuelle Entwicklung
Der Primärenergieverbrauch in Deutschland sinkt langfristig, vor allem seit dem Energiepreisschock 2022 hat die Industrie ihren Verbrauch spürbar gedrosselt. Gleichzeitig bleibt der Verkehrssektor hartnäckig auf hohem Niveau und bremst den Gesamtrückgang. Eine strukturelle Wende hin zu erneuerbaren Energien zeichnet sich in den Zahlen ab, vollzieht sich aber langsamer als politisch angestrebt.
⬡Politischer Kontext
Deutschland hat sich verpflichtet, den Primärenergieverbrauch bis 2030 gegenüber 2008 um 39 Prozent zu senken – ein Ziel, das das Energieeffizienzgesetz von 2023 verbindlich festschreibt. Diese Daten liefern die sektorale Aufschlüsselung, die Politikerinnen und Regulierer brauchen, um Maßnahmen gezielt dort einzusetzen, wo der Verbrauch nicht zurückgeht. Auch EU-Berichtspflichten im Rahmen der Energieeffizienzrichtlinie stützen sich auf solche Berechnungen.
≋Methodik & Einschränkungen
Gemessen wird der direkte Energieverbrauch je Produktionsbereich: die Differenz zwischen eingesetzter und weitergegebener Energie, harmonisiert mit der nationalen Energiebilanz. Die Zahlen erfassen keinen indirekten Energieverbrauch durch importierte Waren – wer also wissen will, wie viel Energie deutsche Konsummuster weltweit auslösen, muss andere Quellen hinzuziehen.