◎Was ist das?
Dieser Datensatz zeigt, wie viel Strom aus Wind, Sonne, Biomasse und anderen erneuerbaren Quellen Deutschland theoretisch erzeugen kann – gemessen in installierter Leistung, Jahr für Jahr seit 1990. Wer verstehen will, wie schnell die Energiewende tatsächlich vorankommt, findet hier die nüchterne Messlatte.
↗Aktuelle Entwicklung
Die installierte Kapazität erneuerbarer Energien ist in drei Jahrzehnten nahezu ununterbrochen gewachsen. Photovoltaik hat Windkraft an Land inzwischen als größte installierte Kapazität überholt – obwohl Windkraft mehr Strom erzeugt, weil sie höhere Volllaststunden erreicht. Allein seit 2020 hat sich die PV-Kapazität fast verdoppelt.
⬡Politischer Kontext
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz schreibt vor, dass bis 2030 mindestens 80 Prozent des deutschen Stroms aus erneuerbaren Quellen stammen sollen – diese Kapazitätsdaten zeigen, ob der Ausbau schnell genug läuft. Bundesministerien, die EU-Kommission und internationale Klimaberichterstattung stützen sich direkt auf diese Zahlen.
≋Methodik & Einschränkungen
Gemessen wird die installierte elektrische Nennleistung in Gigawatt – also das theoretische Maximum, nicht die tatsächlich erzeugte Strommenge. Hohe Kapazität bedeutet nicht automatisch hohe Stromproduktion: Eine Solaranlage liefert im Schnitt nur 1.000 Volllaststunden pro Jahr, eine Windanlage an Land rund 2.000.