◎Was ist das?
Dieser Datensatz misst, wie stark die Wasserstände deutscher Seen vom langjährigen Mittel abweichen – seit 2014 jährlich erfasst. Wer wissen will, ob Badeseen, Trinkwasserreservoirs und Feuchtgebiete schrumpfen, findet hier die Grundlage.
↗Aktuelle Entwicklung
Seit den 1960er Jahren sinken die Pegelstände sowohl in der Norddeutschen Tiefebene als auch in den Alpenvorlandseen kontinuierlich. Die Dürrejahre 2018 bis 2020 beschleunigten diesen Rückgang massiv: In Norddeutschland fielen die Grundwasserspiegel so tief, dass viele Seen deutlich weniger Wasser führten als in jedem vergleichbaren Zeitraum zuvor.
⬡Politischer Kontext
Sinkende Seewasserstände bedrohen die Trinkwasserversorgung, die Binnenschifffahrt und ganze Ökosysteme – Entscheidungen über Wasserentnahmerechte, Naturschutzgebiete und kommunale Dürsevorsorge stützen sich direkt auf solche Messdaten. Die Bundesregierung hat im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) konkrete Beobachtungspflichten verankert, zu denen dieser Indikator gehört.
≋Methodik & Einschränkungen
Gemessen wird die jährliche Abweichung des Seewasserstands vom hydrologischen Referenzwert, getrennt nach Regionen, auf Basis von Pegeldaten der Länderämter. Die Zeitreihe beginnt erst 2014, was Langzeitvergleiche einschränkt; ältere Trends stützen sich auf separate historische Datensätze der Bundesländer.