Katalog🌊 WassermonitoringWW-I-6: Low water
UBA:DF_DAS_WASSER_WW_I_6 · v1.0

WW-I-6: Low water

Drei Dürrejahre in Folge haben Deutschlands Flüsse auf ein historisches Tief gebracht.

Was ist das?

Dieser Datensatz erfasst, wie oft und wie stark die Wasserstände in deutschen Flüssen unter kritische Schwellenwerte fallen – sogenannte Niedrigwasserereignisse. Wenn Flüsse zu wenig Wasser führen, stockt die Binnenschifffahrt, Kraftwerke können nicht mehr ausreichend gekühlt werden, und ganze Ökosysteme geraten unter Stress.

Aktuelle Entwicklung

Über mehrere Jahrzehnte prägten einzelne trockene Ausreißerjahre das Niedrigwassergeschehen in Deutschland. Die Sommer 2018, 2019 und 2020 durchbrachen dieses Muster: Drei aufeinanderfolgende Extremjahre mit außergewöhnlich niedrigen Wasserständen markieren eine neue Qualität, die in den Aufzeichnungen bislang kein Vorbild hat.

Politischer Kontext

Niedrigwasser ist kein lokales Problem – es betrifft gleichzeitig die Energieversorgung, den Gütertransport auf dem Rhein und anderen Wasserstraßen sowie die Trinkwasserversorgung in betroffenen Regionen. Die Bundesregierung und die EU-Wasserrahmenrichtlinie verpflichten die Länder, den ökologischen Zustand der Gewässer zu erhalten; anhaltende Niedrigwasserphasen erschweren dieses Ziel erheblich.

Methodik & Einschränkungen

Gemessen werden Abfluss- und Pegelstandsdaten an Messstationen entlang deutscher Flüsse, ausgewertet von der Bundesanstalt für Gewässerkunde. Die Daten spiegeln hauptsächlich Oberflächenwasser wider; Grundwasserstände und regionale Unterschiede zwischen Einzugsgebieten erfordern zusätzliche Datensätze für ein vollständiges Bild.

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62 Zeitpunkte · 2 aktiv
  • Hydrologisches Sommerhalbjahr
  • Hydrologisches Winterhalbjahr
196019651970197519801985199019952000200520102015202020210306090120
Datentabelle
JahrHydrologisches SommerhalbjahrHydrologisches Winterhalbjahr
196030,1916,8
19616,690,65
196225,058,83
196333,1670,8
196483,1237,41
19654,1621,25
19660,937,31
19672,790,6
19683,855,75
19699,963,82
19702,5824,03
197137,444,19
197215,157,9
197356,6525,97
197420,5421,99
197526,480,35
197699,7230,17
197721,3844,26
19786,973,31
19796,1611,96
19800,512,45
19810,781,41
198219,30,21
198324,3210,25
19840,5525,23
198510,666,37
19869,8115,21
19870,414,38
19887,010,39
198944,948,82
199040,0921,28
199170,312,64
199253,9926,94
199325,1310,1
199412,567,8
199513,613,4
199633,1334,77
199739,6810,3
199826,1626,86
199927,930,53
200017,5915,66
200119,1117,73
20022,992,71
200367,161,78
200423,9835,1
200524,739,69
200629,6622,88
20074,6620,17
200824,832,85
200941,3910,76
201018,33,21
201129,926,11
201240,3827,41
201320,6611,65
201419,0114,26
201561,2513,78
201642,5114,78
201722,1938,82
2018103,122,31
201992,1457,2
202096,6235,07
202130,1944,84