◎Was ist das?
Dieser Datensatz misst die Wassertemperaturen in deutschen Fließgewässern über verschiedene Flussregionen hinweg. Wer wissen will, ob Forellen, Äschen und andere kälteliebende Fischarten in deutschen Flüssen noch eine Zukunft haben, findet hier die entscheidenden Zahlen.
↗Aktuelle Entwicklung
In nahezu allen untersuchten Flussregionen steigen die Wassertemperaturen seit Jahrzehnten messbar an. Das Extremjahr 2018 führte zu so hohen Temperaturen und so starkem Sauerstoffmangel, dass in vielen Gewässern – darunter Teile des Oberrheingebiets – Fische in großer Zahl verendeten. Lediglich für die Äschenregion lässt sich bislang kein eindeutiger Langzeittrend ablesen, da die Zeitreihe dort noch zu kurz ist.
⬡Politischer Kontext
Steigende Flusstemperaturen gefährden nicht nur Ökosysteme, sondern auch die Kühlwasserversorgung von Kraftwerken und die Trinkwasseraufbereitung. Die EU-Wasserrahmenrichtlinie verpflichtet Deutschland, einen guten ökologischen Zustand der Gewässer zu erreichen – ein Ziel, das durch den Klimawandel zunehmend schwerer zu halten ist und Konsequenzen für Genehmigungen industrieller Wasserentnahmen hat.
≋Methodik & Einschränkungen
Gemessen werden die Wassertemperaturen in verschiedenen Fischregionen deutscher Fließgewässer über mehrere Jahrzehnte hinweg. Die Aussagekraft für einzelne Regionen wie die Äschenregion ist begrenzt, da dort die verfügbaren Zeitreihen noch keine belastbaren Langzeitaussagen erlauben.