◎Was ist das?
Dieser Datensatz erfasst, wie viel Geld private Haushalte in Deutschland Jahr für Jahr für Lebensmittel, Energie, Mobilität, Wohnen und andere Konsumbereiche ausgeben. Wer verstehen will, ob Deutschland nachhaltiger wird, muss wissen, wohin das Geld fließt – denn Konsum treibt Emissionen, Ressourcenverbrauch und Umweltverschmutzung direkt an.
↗Aktuelle Entwicklung
Die privaten Konsumausgaben sind in Deutschland über Jahrzehnte nominell gestiegen und lagen zuletzt bei über 1,8 Billionen Euro jährlich. Nach dem pandemiebedingten Einbruch 2020 zogen die Ausgaben 2021 und 2022 kräftig an, getrieben auch durch steigende Preise infolge der Inflation – was bedeutet, dass höhere Ausgaben nicht zwingend mehr gekauften Gütern entsprechen.
⬡Politischer Kontext
Die Bundesregierung nutzt diese Daten, um Klimaschutzmaßnahmen im Bereich Konsum zu bewerten – etwa im Rahmen des Deutschen Ressourceneffizienzprogramms (ProgRess) und der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, die eine Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Umweltbelastung anstrebt. Auch EU-weit spielen Konsumausgaben eine Rolle, etwa bei der Bewertung des ökologischen Fußabdrucks im Rahmen des European Green Deal.
≋Methodik & Einschränkungen
Gemessen werden die nominalen Ausgaben privater Haushalte zu jeweiligen Preisen, aufgeteilt nach Verwendungszweck gemäß den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen des Bundes – also zu laufenden Preisen, nicht inflationsbereinigt. Das bedeutet: Preisanstiege und echte Verbrauchsänderungen lassen sich aus diesem Datensatz allein nicht trennen.