◎Was ist das?
Dieser Datensatz erfasst, wie viele Wohngebäude und Wohnungen es in Deutschland gibt, wie groß sie sind und wie sich diese Zahlen über die Zeit verändern. Wer verstehen will, warum Heizenergie, Flächenverbrauch und Baukosten politisch so umstritten sind, findet hier die Grundlage.
↗Aktuelle Entwicklung
Die gesamte Wohnfläche in Deutschland steigt seit Jahrzehnten kontinuierlich an – nicht nur weil mehr gebaut wird, sondern weil die durchschnittliche Wohnfläche pro Person von rund 15 Quadratmetern in den 1950er-Jahren auf heute über 47 Quadratmeter gewachsen ist. Selbst in Regionen mit rückläufiger Bevölkerung nimmt die beanspruchte Fläche zu.
⬡Politischer Kontext
Die Bundesregierung hat sich verpflichtet, den Energieverbrauch im Gebäudesektor bis 2045 auf nahezu null zu senken – doch je mehr Wohnfläche existiert, desto schwerer ist dieses Ziel zu erreichen. Gleichzeitig debattiert der Bundestag über Neubauquoten, das Gebäudeenergiegesetz und soziale Mietpreisbremsen, die alle auf diesen Basiszahlen aufbauen.
≋Methodik & Einschränkungen
Gemessen werden Anzahl und Größe von Wohngebäuden und Wohnungen zum jeweiligen Stichtag, erhoben vom Statistischen Bundesamt auf Basis von Baugenehmigungen, Zensus und Fortschreibungen. Wohnungen im nicht-genehmigungspflichtigen Bestand sowie informelle Umnutzungen fließen nur verzögert oder gar nicht ein.