◎Was ist das?
Dieser Datensatz erfasst, wie viel Fluorkohlenwasserstoffe und verwandte Gase Deutschland jedes Jahr in die Atmosphäre entlässt – aufgeteilt nach Quellen wie Kälteanlagen, Klimaanlagen oder der Halbleiterindustrie. Diese Gase sind zwar unsichtbar und geruchlos, wirken aber teils tausendmal stärker als CO₂ – wer Klimaschutz ernst nimmt, muss sie im Blick behalten.
↗Aktuelle Entwicklung
Seit den 1990er Jahren haben sich die Emissionsquellen verschoben: Ältere Substanzen wurden verboten oder ersetzt, doch neuere F-Gas-Generationen füllen die Lücke. Besonders der Boom bei Klimaanlagen und Wärmepumpen treibt den Verbrauch bestimmter Kältemittel nach oben, während andere Sektoren ihre Emissionen reduziert haben.
⬡Politischer Kontext
Die EU-F-Gas-Verordnung schreibt schrittweise Mengenbegrenzungen vor und will bestimmte Substanzen bis 2050 weitgehend aus dem Markt drängen. Deutschland muss diese Emissionen jährlich an die EU und im Rahmen des Pariser Abkommens melden – die Daten des Umweltbundesamts bilden die offizielle Grundlage für politische Entscheidungen über Verbote, Quoten und Förderprogramme.
≋Methodik & Einschränkungen
Gemessen wird die jährliche Freisetzung fluorierter Treibhausgase in CO₂-Äquivalenten, berechnet nach den Treibhauspotenzialwerten (GWP100) des fünften IPCC-Sachstandsberichts. Die Zahlen beruhen auf Schätzmodellen und Meldungen der Industrie – direkte Messungen in der Atmosphäre fließen nicht ein, was Unsicherheiten bei einzelnen Quellkategorien erzeugt.