◎Was ist das?
Dieser Datensatz erfasst, wie Deutschland seine Landfläche tatsächlich nutzt: wie viel Raum auf Äcker, Wälder, Straßen oder Siedlungen entfällt – und wie sich das Jahr für Jahr verschiebt. Wer wissen will, ob Deutschland seinen Boden schützt oder weiter zubaut, findet hier die Grundlage.
↗Aktuelle Entwicklung
Seit Jahren schrumpft die Landwirtschafts- und Naturfläche zugunsten von Siedlungs- und Verkehrsflächen. Pro Tag werden in Deutschland noch immer rund 50 Hektar neu überbaut – Tendenz langsam sinkend, aber weit entfernt von den politischen Zielvorgaben.
⬡Politischer Kontext
Die Bundesregierung hat sich verpflichtet, den Flächenverbrauch bis 2030 auf unter 30 Hektar pro Tag zu senken – ein Ziel aus der Nachhaltigkeitsstrategie, das Deutschland bislang verfehlt. Gleichzeitig hängen Hochwasserschutz, Artenvielfalt und Ernährungssicherheit direkt davon ab, wie viel unversiegelte Fläche das Land erhält.
≋Methodik & Einschränkungen
Das Statistische Bundesamt erhebt die Daten nach tatsächlicher Nutzungsart auf Stichtag – erfasst wird also, wofür Flächen wirklich genutzt werden, nicht wofür sie geplant sind. Methodische Änderungen und unterschiedliche Erfassungsstandards der Bundesländer können die Vergleichbarkeit über Zeit und zwischen Ländern einschränken.