◎Was ist das?
Dieser Datensatz erfasst, wie viel Holz jährlich in deutschen Wäldern eingeschlagen wird – aufgeschlüsselt nach Holzart, Baumart und Eigentumsform. Wer verstehen will, ob deutsche Wälder noch als Rohstoffquelle und Klimaschützer funktionieren, findet hier die Grundlage.
↗Aktuelle Entwicklung
Nach Rekordjahren durch Zwangseinschläge infolge von Dürre, Sturm und Borkenkäferbefall ab 2018 sinken die Einschlagsmengen wieder – nicht weil die Wälder sich erholen, sondern weil schlicht weniger gesundes Holz verfügbar ist. Der Schadholzanteil dominierte zeitweise über 70 Prozent der gesamten Ernte und verschob den Markt massiv.
⬡Politischer Kontext
Die Bundesregierung setzt im Rahmen der Nationalen Waldstrategie 2050 auf Wälder als CO₂-Speicher und nachwachsenden Rohstoff zugleich – zwei Ziele, die sich bei übermäßigem Einschlag widersprechen. Fördergelder für den Waldumbau hin zu klimaresistenteren Mischwäldern hängen direkt davon ab, wie stark der Bestand geschädigt ist.
≋Methodik & Einschränkungen
Gemessen wird die tatsächlich geerntete Holzmenge in Festmetern ohne Rinde, erfasst über die amtliche Holzeinschlagsstatistik des Statistischen Bundesamts. Kleinprivatwälder unter einer bestimmten Betriebsgröße sind teils untererfasst, was die realen Einschlagsmengen leicht unterschätzen kann.