◎Was ist das?
Dieser Datensatz erfasst, wie viel Schadholz in deutschen Wäldern eingeschlagen wird – aufgeschlüsselt nach Schadursache, Baumart und Waldbesitzart. Wer verstehen will, wie es dem deutschen Wald wirklich geht, findet hier einen der härtesten Faktenbelege: nicht Umfragen oder Modelle, sondern tatsächlich gefällte Bäume.
↗Aktuelle Entwicklung
Seit den Dürrejahren 2018 bis 2020 dominiert Schadholz den deutschen Holzeinschlag – Borkenkäferbefall, Sturmschäden und Trockenheit trieben die Mengen auf historische Höchststände. Fichtenreiche Wälder in Mittel- und Ostdeutschland verloren in kurzer Zeit Millionen Festmeter Holz; der Einschlag aus Schadensereignissen übertraf zeitweise den planmäßigen Einschlag bei Weitem.
⬡Politischer Kontext
Die Bundesregierung und die Länder investieren Milliarden in den Waldumbau hin zu klimaresilienten Mischwäldern – dieser Datensatz zeigt, ob diese Strategie greift oder ob die Schadensdynamik weiter zunimmt. Zugleich beeinflusst das Schadholzaufkommen die CO₂-Bilanz des Waldsektors, der im Klimaschutzgesetz als Kohlenstoffsenke eingeplant ist.
≋Methodik & Einschränkungen
Gemessen wird der tatsächlich eingeschlagene Schadholzanteil in Kubikmetern, gemeldet von Forstbetrieben aller Eigentumsarten an das Statistische Bundesamt. Die Statistik erfasst nur geborgenes Holz – im Bestand verbleibendes oder nicht gemeldetes Totholz fließt nicht ein, was das Ausmaß der Waldschäden tendenziell unterschätzt.